Icon

Nachhaltige Verpackungen

Ein Versuch der Annäherung


Auf dem Weg zur nachhaltigen Verpackung stellen sich Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Produkte viele Fragen. Neben dem entschiedenen Wunsch, nachhaltig und ressourcenschonend zu produzieren, steht auch gerade das zunehmend bewusste Konsumverhalten der Kunden und potenziellen Marktteilnehmer im Fokus der Unternehmen. Denn Zeiten, in denen Kinder zum Wohle unserer Umwelt im Zuge von Fridays for Future auf die Straßen gehen und Startups, die Kaffeebecher aus gebrauchtem Kaffeesatz herstellen, zeigen uns eines ganz deutlich: Werte wie Umweltbewusstsein und der sparsame Umgang mit Ressourcen sind heute in den Köpfen der Konsumenten wie nie zuvor. Und kaum ein Bereich unseres Lebens wird nicht vom Thema Nachhaltigkeit betroffen.

Gerade als nachhaltiger Verpackungshersteller sehen wir uns unserer Umwelt und unseren Mitmenschen gegenüber in der Verantwortung. Und vermehrt erreichen uns Anfragen unserer Kunden und Interessenten mit dem Wunsch nach einer maßgeschneiderten, umweltfreundlichen Verpackung. Im Zuge dieser positiven Entwicklung ist uns jedoch etwas bewusst geworden: Die Auffassungen zum Thema Nachhaltigkeit gehen weit auseinander ­– und die spezifischen Vorstellungen zu nachhaltigen Verpackungen sind dabei sehr unterschiedlich. Allgemein herrschen Unklarheiten im Konsens, was Verpackungen überhaupt nachhaltig macht.

Kein Wunder jedoch gehen die Meinungen derart auseinander. Denn selbst der Begriff Nachhaltigkeit ist ein komplexes Phänomen, dem keine eindeutige Definition gerecht wird. Wo fangen wir also an, wenn wir von umweltfreundlichen Verpackungen sprechen?

An dieser Stelle wagen wir den Versuch einer Annäherung: Reflektieren unsere Gedanken, betrachten verschiedene nachhaltige Verpackungslösungen und beleuchten weitere Umweltaspekte. Denn das Thema Nachhaltige Verpackungen geht für uns weit über die Entscheidung betreffend der verwendeten Materialien hinaus.

Verbrauchersicht & Ökobilanzen: Nachhaltigkeit in den Köpfen

Vorweg werfen wir einen Blick auf die spezifischen Verpackungsanfragen unserer Kunden aus unmittelbarer Vergangenheit. Diese Fallbeispiele gewähren uns einen direkten Einblick in die verschiedenen Auffassungen bezüglich der Themen Umweltbewusstsein & Nachhaltigkeit und beleuchten gleichermaßen die unterschiedlichen Anforderungen an nachhaltige Verpackungen.

Verpackungsanfragen im Bereich Nachhaltigkeit

  • Schmuckverpackung aus recyceltem Meeres-Kunststoff
  • Kartonschachteln aus recyceltem Papier und Druckfarben auf Pflanzenbasis
  • Stülpdeckelschachtel ohne PP-Laminierung, made in Germany, Kartoneinlage
  • Nachhaltige Kosmetikverpackung mit Einlagen aus Karton statt Kunststoff
  • Kartonverpackung aus 100% Recycelmaterial und sojabasierter Tinte
  • Kartonschachteln mit einem Überzug aus Palmblättern

Bereits nachhaltig?

Auch Sie sind am Thema interessiert und suchen Beratung auf dem Weg zu Ihrer maßgeschneiderten, umweltfreundlichen Verpackung? Dann schicken Sie uns jetzt Ihre Anfrage! Unsere Verpackungsberater helfen Ihnen gerne weiter.

Beratung anfordern!

Die sehr spezifische und teilweise sogar recht exotische Natur der Anfragen bestätigt unsere vorausgehende Annahme: Während sich das Bewusstsein für nachhaltige Verpackungen zunehmend schärft, werden diese aus Verbrauchersicht möglicherweise nicht als holistisches Konzept wahrgenommen. Die Gründe für ein gestärktes Umweltbewusstsein im Verpackungsbereich sind unserer Meinung nach vielfältig und resultieren aus Kundenanforderungen, Marketinginteressen und nicht zuletzt auch regulativer Politik.


Aktuelle Studien bekräftigen unsere Annahme und liefern ein übergreifendes Bild darüber, was Nachhaltigkeit in den Köpfen der Verbraucher bedeutet: Einer Studie von Pro Carton aus dem Jahr 2017 zufolge seien 96 % der Befragten einer Kundenzielgruppe der Ansicht, nachhaltige Verpackungen seien wichtig für ihr Geschäft. Etwas über die Hälfte der betreffenden Zielgruppe meine, nachhaltige Verpackung sei sogar entscheidend für den Erfolg ihrer Marke.


Die Studie zeigt: Die Anforderungen an umweltfreundliche Verpackungen sind nicht einheitlich und unterliegen keiner klaren Definition.

Aus Verbrauchersicht werden nachhaltige Verpackungen oft zu oberflächlich gedacht und häufig ausschließlich anhand der Materialien klassifiziert.

Fest steht jedoch: Die Vorstellung eine nachhaltige Verpackung lediglich unter dem Gesichtspunkt der eingesetzten Materialien und einer möglichen Reduzierung jener zu beurteilen, ist für uns überholt. Der neue Ansatz ist heute vielmehr eine ganzheitliche Betrachtung inklusive des Lebenszyklus der Verpackung und der Art der Ressourcen.

Ökobilanzen: Ganzheitliche Betrachtung von Verpackungen

Wissenschaftliche Ökobilanzen helfen dabei, die Umweltrelevanz von Verpackungen zu ermitteln und liefern eine gerechte Beurteilung der Umweltverträglichkeit. Sie verfolgen den Lebenszyklus der Verpackung von den Rohstoffen über die Herstellung bis zur Entsorgung. Erfasst werden in den Verpackungsökobilanzen Umweltauswirkungen wie:

  • Energiebedarf
  • Emission an die Luft
  • Emission an das Wasser
  • Feste Abfälle & Emissionen an den Boden

Neben der Frage, ob einige der vermeintlich nachhaltigen Materialien unter Betrachtung dieser Gesichtspunkte, überhaupt als solche klassifiziert werden können, wird anhand dieser untersuchten Umweltauswirkungen eines erkenntlich: Zur korrekten Beurteilung der Nachhaltigkeit einer Verpackung müssen ebenfalls Kriterien wie Logistik, Transport und ein möglicher Stoffkreislauf berücksichtigt werden. Diese ganzheitliche Betrachtung einer nachhaltigen Verpackung ist ein sehr komplexes Thema – und die Wahrnehmungen des Endverbrauchers können hier stark von den eigentlichen Fakten einer Ökobilanz abweichen.


Beispiel: Natürliche Materialien sind nicht gleichbedeutend mit einer nachhaltigen Produktion. So kann der Energieaufwand im Lebenszyklus von Verpackungen aus natürlichen Rohstoffen beispielsweise so hoch sein, dass recycelte erdölbasierte Verpackungen eine bessere Ökobilanz aufweisen.


Im Folgenden betrachten wir einige Umweltaspekte ausführlicher. Bereits bei den Rohstoffen zeichnen sich in Hinblick auf die Verwendung der Verpackung erhebliche Unterschiede ab.

Rohstoffe & Materialien von Verpackungen

Zur genaueren Betrachtung der Rohstoffe und Materialien zur Herstellung nachhaltiger Verpackungen differenzieren wir an dieser Stelle zwischen herkömmlichen und alternativen Materialien. Zu den herkömmlichen Materialien, die wir zur Herstellung von Verpackungen verwenden, zählen wir Karton und Kunststoff. Der ganz klare Vorteil dieser Materialien im Hinblick auf die Nachhaltigkeit besteht im Folgenden: Sie verfügen über institutionalisierte und über die Jahre hinweg perfektionierte Wertschöpfungsketten. Und ein Teil der Rohstoffe und der daraus erzeugten Verpackungen bewegt sich darüber hinaus in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft – Sie funktionieren!

Bei der Auswahl der Materialien und Rohstoffe wird der komplette Lebenszyklus einer Verpackung unter die Lupe genommen. Anhand der folgenden Kriterien kann eine Entscheidung getroffen werden:

  1. Rohstoffe selbst: Die Rohstoffbasis für Verpackungen aus Karton oder Papier sind Holz oder Altpapier und damit nachwachsende, erneuerbare Rohstoffe. Die Rohstoffbasis für Polystyrol-Etuis und weitere Kunststoffverpackungen hingegen ist Erdöl und damit ein endlicher, fossiler Rohstoff.
  2. Die Verpackungsproduktion: Bei der Verpackungsproduktion müssen im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung neben den Rohstoffen auch die Energie bedacht werden, die zur Produktion aufgewandt wird und darüber hinaus eventuell verwendete Betriebs- oder Hilfsstoffe.
  3. Der Gebrauch der Verpackung: Wie lange ist die Verpackung überhaupt im Einsatz? Der Lebenszyklus von Verpackungen schnelllebiger Produkte ist etwa weitaus kürzer, als der von Artikelverpackungen, die eventuell selbst zur Aufbewahrung der Produkte dienen. Das wirkt sich auf die Kriterien aus, die eine Verpackung erfüllen muss: Muss diese die verpackten Produkte vor Verderben oder Schäden bewahren? Welche Mindestanforderungen gibt es?
  4. Ende des Lebenszyklus: Gibt es eventuell Systeme für eine stoffliche Wiederverwertung der Verpackung? Werden die Verpackungen energetisch verwertet oder womöglich sogar unsachgemäß entwertet?

Karton – ein nachhaltiges Verpackungsmaterial

Die Rohstoffbasis zur Produktion von Kartonverpackungen ist Holz beziehungsweise Altpapier und damit im Gegensatz zum Kunststoff ein nachwachsender Rohstoff. Genauer gesagt wird das endgültige Papier zur Herstellung von Verpackungen aus Zellulosefasern - sowohl Frischfasern als auch wiedergewonnenen Sekundärfasern – gewonnen. Heute werden in der Europäischen Union zur Papierherstellung etwa 86 % erneuerbare Rohmaterialien eingesetzt, hinzukommen etwa 14 % Stoffe, die nicht aus Fasern bestehen, wie etwa Kalziumkarbonat (Kalk).

Etwa die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Papiers stammt aus wiederverwerteten Fasern, welche aus Altpapier zurückgewonnen werden. In unserer Kartonschachtelproduktion arbeiten wir beispielsweise mit Karton, der bis zu 100 % aus Sekundärfasern (recycelten Papieren) besteht. Ein Überblick über die im Hause LESER verwendeten Materialien bei Kartonverpackungen zeigt Folgendes:

Nachhaltige Kartonschachteln

  • Karton: Der Vollkarton, welcher als Korpus der Verpackungen dient, besteht bis zu 100 % aus recycelten Fasern und ist obendrein recycelbar. Alternativ kann auch Wellpappe verarbeitet werden. Beide Materialien können auch in FSC®-zertifizierter Variante verarbeitet werden.
  • Papier: Das Papier, welches als Überzugspapier der Verpackungen dient, ist wahlweise FSC®-zertifiziert, REACH-konform, 100 % recycelbar und biologisch abbaubar. Auch Alternativen wie Graspapier oder Steinpapier kommen zum Einsatz.
  • Leim: Der Leim zum Befestigen der Komponenten ist ein biologisch abbaubares Naturprodukt aus den Hauptbestandteilen Wasser & Glutin.
  • Farben: Der Großteil der Druckfarben, mit denen unsere Verpackungen veredelt werden, ist wasserbasiert.
  • Einlagen: Alternativ zur klassischen Tiefzieheinlage sind auch eine Reihe nachhaltiger Einlagematerialien möglich.
  • FSC®-Zertifizierung: Seit der Zertifizierung unseres Unternehmens sind wir in der Lage, individuelle Kartonschachteln nach Ihren Vorstellungen auch in FSC®-Materialien zu produzieren. Mehr zum Thema FSC® und anderen Labels erfahren Sie hier: Labels.

 

Nachhaltige Kartonschachteln jetzt anfragen!

Verpackungen mit FSC®-Label

 

In Anbetracht der Material- und Rohstoffaspekte kann man also bereits festhalten, dass unsere Verpackungen aus Karton eine recht ressourcenschonende und umweltverträgliche Verpackungslösung darstellen. Übrigens stammen etwa 90 % des Holzes, welches die europäische Industrie zur Weiterverarbeitung einsetzt, aus der Europäischen Union selbst. Und etwa 60 % davon entspringen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, so eine Studie der Faltschachtelindustrie-Vereinigung Pro Carton. Der Einsatz verschiedener Labels ermöglicht Endverbrauchern darüber hinaus eine gewisse Orientierung über den Ursprung der eingesetzten Materialien. In unserem Fall etwa ist dies – auf Wunsch unserer Kunden - der Einsatz vom FSC®-Label. Verbrauchern und Kunden gibt es die Gewissheit über die lückenlose Kontrolle der Holzkette unserer verwendeten Kartons und Papiere. Außerdem sind Konsumenten unter Zuhilfenahme der Lizenznummer jederzeit in der Lage einen eigenständigen Zertifikatscheck durchzuführen.

Seit unserer FSC®-Zertifizierung sind wir in der Lage Kartonschachteln nach Ihren Vorstellungen in Übereinstimmung mit dem FSC®-Standard zu produzieren – Fragen Sie uns einfach nach unseren Möglichkeiten!

Verpackungen aus recyceltem Karton

Nichtsdestotrotz sind wir auch beim guten alten Karton noch nicht an der Spitze der Entwicklung angelangt – und die Märkte drängen weiterhin zum Einsatz von bereits verwendeten Ressourcen. In unserem Produktsortiment führen wir daher nun auch eine durchaus ganzheitliche Besonderheit: Eine Recycling-Verpackung, die tatsächlich zu 100 % aus recycelten Materialien besteht:

✅ 100% Recycling-Karton

✅ 100% Recycling-Papier

✅ 100% Recycling-Schaum

✅ 300 % Nachhaltigkeit also ;)

Weshalb wir das so sagen? Bei unserer Recherche sind wir oft über Verpackungen gestolpert, die zwar ein „Recycling“ im Namen tragen, aber in Wahrheit nur aus einem recht geringen Teil an wiederverwerteten Materialien bestehen. Wir haben daher beim Sourcing besonderen Wert auf die Wahl unserer Materialien gelegt – und haben eine Verpackung entwickelt, die sich in Puncto Recycling sehen lassen kann. Hier erfahren Sie mehr:

Zur Recycling-Verpackung

Nachhaltige Kartonschachteln anfragen / Beratung anfordern

Sie planen ein Projekt und benötigen nachhaltige Kartonschachteln oder wünschen eine Beratung zum Thema nachhaltige Verpackungen?

Dann kontaktieren Sie uns! Unsere Verpackungsberater helfen Ihnen gerne weiter.

Verpackungsberatung jetzt anfordern!

Sind Kunststoffverpackungen nachhaltig?

Die Rohstoffbasis für Verpackungen aus Polystyrol - wie etwa in unserem Fall - oder weiteren Kunststoffverpackungen ist Erdöl. Das große Manko an der Verwendung von Kunststoffen für Verpackungen ist demnach offensichtlich: Erdöl ist ein endlicher fossiler Energieträger - und somit nicht erneuerbar. Darüber hinaus gestaltet die große Rohstoffvielfalt das Recycling von Verpackungen aus Kunststoff recht schwierig: Laut dem Europäischen Parlament werden deutschlandweit bisher lediglich 40 – 50 % der Kunststoffverpackungen recycelt – Auch wenn es seitens der EU erhebliche Bestrebungen gibt, das System bis zum Jahr 2030 erheblich zu revolutionieren.

Dennoch gibt es beim Einsatz zu Zwecken der Verpackung einige entscheidende Vorteile zu beachten, die den Rohstoff quasi unentbehrlich machen: Gerade im Lebensmittelbereich ist Kunststoff aufgrund seiner Materialeigenschaften bisher nicht wegzudenken. Denn was nützt es beispielsweise an einer dünnen Transportverpackung zu sparen, wenn Lebensmittel dadurch verderblich werden und Food Waste entsteht?

Doch es sind nicht ausschließlich die Barriereeigenschaften, die den Rohstoff so vielfältig einsetzbar machen. Kunststoff verleiht Verpackungen Flexibilität und Schutz vor Umwelteinflüssen, den kaum ein anderer Rohstoff in ausreichendem Maße gewährleisten kann. Daher finden verschiedene Kunststoffe auch gerade bei der Verpackung von langlebigen und sehr hochwertigen Gütern wie Uhren, Schmuck oder Münzen Anwendung – und stellen in dieser Form alles andere als eine günstige Einwegverpackung dar.


Doch wie kann man - über eine regulierte Verwendung des Rohstoffs hinaus - den Einsatz von Kunststoff zu Verpackungszwecken optimieren?


Optimierungsmaßnahmen an Kunststoffverpackungen:

  1. Regenerate bzw. Rezyklate verwenden & somit Recyclingquoten verbessern: Umstieg auf schwarze Kunststoffetuis
  2. Alternativen aus erneuerbaren Rohstoffen anbieten / Biokunststoffe verwenden: Verwendung von Biokunststoff PLA

Umstieg auf schwarzen Kunststoff – Regenerate verwenden

Wie bereits erwähnt, ist das Recycling von Kunststoffen aufgrund der hohen Vielfalt der Rohmaterialien mit einigen Herausforderungen verbunden. So können Kunststoffe etwa nicht einfach vermischt und dann recycelt werden, ohne dass ihre Materialeigenschaften beeinträchtig werden. Besteht jedoch die Möglichkeit, Kunststoff sortenrein zu sammeln und wiederzuverwerten, eignet sich der Rohstoff hervorragend zum Recycling.

Eine nachhaltige Option, die aus diesem Gedanken entstanden und bereits seit vielen Jahren bei uns im Einsatz ist, sind: schwarze Kunststoffetuis! Denn diese können in unserem Spritzguss im Süden Deutschlands aus einem sehr hohen Regenerat-Anteil gefertigt werden. Zu diesem Zweck kann etwa fertiges Regenerat dem Kreislauf hinzugefügt werden oder aber auch Angüsse anderer Farbtöne aus dem Spritzguss aufbereitet und dem Kreislauf erneut zugeführt werden. Aufgrund des Phänomens der subtraktiven Farbmischung bleibt die Farbe unverändert schwarz. Die Funktion der jeweiligen Verpackung muss jedoch gewährleistet sein. Demnach gibt es Verpackungen, für die die Verwendung von Regenerat aufgrund dessen Materialeigenschaften nicht geeignet ist. Das Bild zeigt das Uhrenetui 1750.06 – eine Kunststoffverpackung, die zu 60 % aus Regenerat besteht.

Das Ergebnis der Verwendung von Regenerat ist ein teilweise 100-prozentiges Recyclingprodukt! Der Umstieg von Ihren bisherigen Kunststoffverpackungen auf schwarze Kunststoffetuis ist daher ein sinnvoller Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Sprechen Sie uns einfach auf unsere Möglichkeiten an!

Verwendung von Verpackungen aus dem Biokunststoff PLA

Eine weitere Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen stellt unsere innovative Verpackungsserie 1560 EARTH dar, welche zu 100 % aus dem nachhaltigen Biokunststoff PLA besteht und zum Zeitpunkt der Markteinführung die erste PLA-Verpackung der Branche war. PLA - oder auch Polylactide – ist eine echte Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen – und wird in unserem Fall aus Maisstärke hergestellt. Der pflanzlich basierte Kunststoff ist somit biologisch abbaubar und kompostierbar und aufgrund der Materialeigenschaften eine weitere Möglichkeit, um auf erdölbasierte Rohstoffe zu verzichten. Übrigens: Um alle weltweit verarbeiteten Kunststoffe auf PLA umzustellen, würde man laut einer Studie des Verbands Plastics Europe nur etwa 0,35 % der weltweit verfügbaren Anbauflächen benötigen.

Das Bild zeigt Schmuckverpackungen der Serie 1560 EARTH, welche aus dem Biokunststoff PLA gefertigt werden. Verpackungen aus PLA produziert LESER im Spritzguss am Standort in Lahr – viele weitere Optionen sind möglich. Fragen Sie uns einfach nach den Möglichkeiten!

Nachhaltige Verpackungsalternative aus Kunststoff anfragen

Sie planen eine nachhaltige Verpackungslösung aus Kunststoffalternativen oder brauchen Beratung?

Unsere Verpackungsberater helfen Ihnen gerne weiter – schreiben Sie uns einfach!

Jetzt Kunststoff-Beratung anfordern

Vergleich: Nachhaltigkeit der Rohstoffe & Materialien

Erwägen Sie also die Umstellung auf umweltschonende Verpackungen, müssen Sie vorerst auch die Anforderungen an diese ermitteln. Die Materialien spielen dabei eine schwerwiegende Rolle: gerade auch beim Schutz Ihrer Waren vor Umwelteinflüssen.

Stärken von Kartonschachteln

  • Vielfältige Designmöglichkeiten
  • Attraktivität für Konsumenten
  • Erneuerbare Rohmaterialien
  • Etabliertes Recycling

Stärken von Kunststoffverpackungen

  • Schutzeigenschaften
  • Stabilität und Undurchlässigkeit
  • Flexibilität und Vielfältigkeit

Während Verpackungen aus Papier heute bei den Verbrauchern über ein außerordentlich positives Image verfügen, eilt der schlechte Ruf den Kunststoffverpackungen bereits voraus: Dieser entsteht durch unsachgemäße Entsorgung von Verpackungen in der Natur und den Mangel an Recyclingmöglichkeiten. Doch gerade in diesem Bereich zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre deutliche Fortschritte:


Seit 2018 unterstützt die EU eine Strategie, die fordert, dass alle Verpackungen aus Kunststoff bis 2030 recycelbar sein müssen, die mittels Zertifizierungen und Qualitätsstandards umgesetzt werden soll. Unter einem solchen System müsste die Nachhaltigkeit von Verpackungen aus Kunststoff natürlich neu bewertet werden.

Darüber hinaus zeigen Recyclingverpackungen aus Regenerat und Verpackungen aus Biokunststoff, wie Ressourcen zunehmend effizient genutzt werden können.


Ist Ihnen der Umstieg von Kunststoffverpackungen zu Kartonverpackungen also nicht möglich, kann vorerst ein Umstieg auf Recyclingverpackungen aus schwarzem Kunststoff oder auf Verpackungen aus Biokunststoff in Betracht gezogen werden.

Wie bereits erwähnt, müssen zur ganzheitlichen Beurteilung der Nachhaltigkeit von Verpackungen jedoch auch weitere Kennzahlen herangezogen werden. Sortenübergreifend werden etwa 30 % der verarbeiteten Kunststoffe nach Ihrem Gebrauch wiederverwertet, 39 % werden der thermischen Verwertung zugeführt und weitere 31 % werden auf Deponien abgelagert. Polystyrol, wie es in unserem Spritzguss verarbeitet wird, ist unter anderem auch Ausgangsstoff für Lebensmittelverpackungen wie Joghurtbecher. Polystyrolabfälle werden, falls sie nicht dem stofflichen Recycling zugeführt werden, zur Energiegewinnung durch energetische Verwertung genutzt. Der Heizwert von Polystyrol ist dabei um 100 bis 400 % höher als der Heizwert von Karton und zahlt somit positiv auf die Energiebilanz von Kunststoffverpackungen ein.


Papier ist ein umweltfreundliches Verpackungsmaterial - jedoch nur dann ressourcenschonender als Kunststoff, wenn es auch recycelt wird oder bereits wiederverwendet wurde. Denn auch die Herstellung des Rohstoffs Papier ist recht energieaufwendig. So zeigt bereits eine Untersuchung hinsichtlich der von der Firma LESER verwendeten Verpackungsmaterialien aus dem Jahr 1992: „Werden Kunststoffetuis aus recycelbarem Material hergestellt, fällt die Ökobilanz eindeutig besser gegenüber den untersuchten Karton/Papier-Schachteln aus.“


Aufgrund stetiger Entwicklung, institutionalisierter Prozessketten und unabhängiger Überwachung Dritter sind klassische Materialien und Rohstoffe zur Herstellung von Verpackungen oft nachhaltiger als sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und ihren Alternativen insgesamt überlegen. Selbstverständlich gibt es jedoch auch moderne Alternativen und disruptive Technologien, die Potenzial haben und den aktuellen Systemen möglicherweise irgendwann den Rang ablaufen. Unter Betrachtung aller Faktoren sind sie jedoch oft ökologisch und ökonomisch weniger sinnvoll als vorerst anzunehmen. Doch dazu im Folgenden mehr!

Dennoch zeigen aktuelle Entwicklungen, dass der Trend bei nachhaltigen Verpackungen eher in eine andere Richtung geht. Alternative Verpackungsmaterialien bestimmen immer mehr den Zeitgeist - Verbraucher fordern erneuerbare Ressourcen und recycelbare Materialien. Denn unter den Zielgruppen der Unternehmen verdrängen die LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) allmählich die erste Öko-Generation. Personen mit hoher Kaufkraft, die einen nachhaltigen Lebensstil pflegen und dabei besonderen Wert auf Umwelt und Gesundheit legen. Der nachhaltige Lebensstil wird dabei allerdings nicht mit Verzicht, sondern vielmehr mit hochwertigem Konsum und einem bewussten Wahrnehmen von Produkten interpretiert.

Neben dem Customizing, also dem Zuschneiden der Verpackung auf die individuellen Wünsche der Zielgruppe, ist demnach Nachhaltigkeit der entscheidende Megatrend in der Verpackungsbranche. Konsumenten lehnen industrielle, potenziell gesundheitsschädliche Systeme ab und versprechen sich die Lösung in Bioverpackungen und natürlichen Verpackungsmaterialien. Generell fordern Endanwender heute mehr Qualität bei ihren Produkten und haben am Point of Sale die Wahl aufgrund einer breiten Vielfalt von Wettbewerbsprodukten. Werfen wir also einen Blick auf einige sinnvolle Alternativ-Materialien und Naturmaterialien!

Kartoneinlagen

Als absolut nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Tiefzieheinlage aus Plastik bieten wir zum passgenauen Halt Ihrer Produkte in der Verpackung auch Einlagen aus Karton. Diese werden produktspezifisch in unserer Produktion im Süden Deutschlands entwickelt. Dabei macht es kein Unterschied, ob die Einlagen nur ein Produkt oder mehrere in der Verpackung einfassen sollen. Die Aussparungen für Ihre Produkte werden maschinell gestanzt und sind flexibel in der Gestaltung. Kartoneinlagen können sowohl aus Wellpappe als auch aus Vollpappe gefertigt werden. Im Grunde eignen sie sich für alle unsere Verpackungen und Stülpschachteln. Jedoch geraten Kartoneinlagen etwas schneller an ihre Grenzen als Tiefzieheinlagen: Beim Einsatz in runden Verpackungen oder Schachteln in Sonderformen, muss eine etwaige Umsetzbarkeit vorerst individuell geprüft werden – für rechteckige und quadratische Schachteln sind Kartoneinlagen allerdings die perfekte, nachhaltige Verpackungseinlage.

  • Individuelle Entwicklung für Ihre Produkte
  • Aus Vollpappe oder Wellpappe
  • In verschiedenen Farben
  • Maschinelle Produktion
  • Verschiedene Produktebenen möglich

Graspapier

Überzugspapier aus Grasfasern ist aktuell eine Ausweichmöglichkeit für alle, die bei der Gestaltung Ihrer Kartonschachteln und Verpackungen auf industrielle Materialien verzichten wollen. Aufgrund der Flexibilität des Materials ist es uns möglich, Verpackungen in den verschiedensten Maßen damit zu veredeln. Eine durchweg grüne Verpackung also: Denn mit Graspapier-Verpackungen setzen Sie ein Statement für Ihre Verbraucher und verwenden darüber hinaus erneuerbare Ressourcen, die einige Vorteile bieten:

  • Gras ist ein erneuerbarer & natürlicher Rohstoff
  • Wird dreimal jährlich geerntet
  • In großen Mengen verfügbar
  • Hohe Flexibilität in der Verarbeitung
  • Wird durch die Ernte nicht zerstört
  • In verschiedenen Grammaturen & Mischverhältnissen erhältlich
  • Bereitstellung von Lebensraum für Bienen und Insekten
  • Anschließend in vielen Varianten veredelbar

Papier & Karton

Papier oder Karton – besonders in recycelter und wiederverwerteter Form – stellt zwar in unserem Fall keine Alternative dar. Gerade wenn Sie jedoch bisher Kunststoffverpackungen verwenden, sollten Sie über einen Umstieg auf Kartonverpackungen nachdenken! Papier ist ressourcenschonend und effizient und aufgrund der Recycelbarkeit ein wunderbar nachhaltiges Produkt. Mehr zu unseren nachhaltigen Kartonschachteln und unseren Möglichkeiten erfahren Sie unter dem Punkt: Rohstoffe.

SizzlePak

Das Einlagenmaterial SizzlePak kann gerade bei großvolumigen und schweren Waren ein Ersatz zu klassischen Einlagen sein. Das umweltfreundliche Material ist im Grunde recyceltes, in Streifen geschnittenes Kraftpapier und eignet sich aufgrund der stoßdämpfenden Wirkung hervorragend als Füllmaterial für große Kartonschachteln. SizzlePak ist:

  • 100 % recycelbar
  • antistatisch
  • staubfrei
  • nicht für kleinteilige Produkte geeignet

Biokunststoff PLA

Als ausgezeichnete Alternative zu herkömmlichen Verpackungen aus Kunststoffen wie Polyethylen oder Polyethylenterephthalat eignen sich Verpackungen aus PLA. Der biobasierte Kunststoff PLA wird aus natürlichen Rohstoffen hergestellt - genauer gesagt über eine mehrstufige Synthese aus Zucker gewonnen. Aufgrund der Kompostierbarkeit sind Verpackungen aus PLA in vielen Fällen die weitaus ökologischere Lösung als reguläre Kunststoffverpackungen.

Tiefzieheinlagen aus PLA

Sie erinnern sich an unsere Verpackungen aus dem beliebten Biokunststoff PLA? Heute sind wir in der Lage, auch tiefgezogene Einlagen aus genau diesem Material anzubieten. Falls Ihnen der Umstieg auf Alternativen aus Karton oder Naturmaterialien aufgrund der Anforderungen noch nicht möglich ist, sind PLA-Einlagen vorerst eine solide Option. Der Unterschied liegt lediglich im umweltfreundlichen Ausgangsstoff – mit den bloßen Augen sind die nachhaltigen Tiefzieheinlagen nicht von konventionellen zu unterscheiden. Ein kleines Defizit gibt es beim Einsatz der Bio-Tiefzieheinlagen allerdings doch: Aufgrund der geringen Materialstärke neigen sie dazu, ab Temperaturen von etwa 60° Celsius zu verformen und sind daher nicht für jedes Produkt geeignet!

SeaFlock: Tiefzieheinlagen aus rPET

Neben dem auf Maisstärke beruhendem Bio-Kunststoff PLA, sind aber auch tiefgezogene Einlagen aus rPET eine durchweg nachhaltige Variante. Denn diese entstehen direkt aus dem Recycling von PET-Flaschen. Auch als Ausführung mit beflockter Oberfläche sind die Einlagen ein sogenanntes Monomaterial und bestehen demnach lediglich aus PET. Neben der Verwendung eines recycelten Ausgangsstoffs kann das Material demnach einem erneuten Recycling zugeführt werden. Aufgrund dieser erneuten Recycelbarkeit des Materials wird der Lebenszyklus erheblich verlängert. Somit kann das Material in einem geschlossenen Stoffkreislauf funktionieren. Wichtige Punkte der nachhaltigen Tiefzieheinlagen:

  • Glasklar und in beflockter Form
  • Flexible Farben und Größen
  • Verschiedene Ebenentiefen möglich
  • Für praktisch jedes Produkt geeignet

Bijoutierwatte aus Baumwolle

Auch Baumwolle in Form von Bijoutierwatte eignet sich hervorragend als alternatives Füllmaterial für Verpackungen. Besonders im Schmuckbereich wird es häufig verwendet, um klassische Schaumstoffeinlagen zu umgehen. Denn Baumwolle gewährt dem Schmuck Schutz, schützt vor ungewolltem Anlaufen und ist variabel im Einsatz für verschiedene Schmuckstücke. Obendrein besteht das Material ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen und ist dank seiner Eigenschaften problemlos zu verarbeiten.

Paper Pulp

Eine weitere sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Kunststoff-Tiefzieheinlage sind Verpackungseinlagen aus Paper Pulp. Ausgangsstoff zur Produktion der Einlagematerialien sind Platten aus Pappe oder Zuckerrohrmaterial, welche unter Zuhilfenahme von Wasser zu einem Teig verarbeitet werden, der anschließend in einer Form gepresst, getrocknet und nachgearbeitet wird. Ein Resultat der Produktion sind nachhaltige Verpackungseinlagen, die aufgrund von Funktion, Herstellung und Aussehen etwas an die äußere Erscheinung von Eierkartons erinnern. Neben diesem Produkt sind jedoch auch hochwertige Erzeugnisse mit sehr glatten Oberflächen möglich. Dank der hervorragenden Eigenschaften eignen sich Paper Pulp-Einlagen insbesondere auch für Produktverpackungen und Artikel der Kosmetikbranche. Die Vorteile:

  • Basieren auf nachwachsenden Rohstoffen
  • Nachträglich bedruckbar oder lackierbar
  • Farben: weiß, braun & schwarz
  • Auch in wasserabweisender Ausführung möglich
  • Für Verbraucher direkt als umweltfreundlich erkenntlich

 

Gerade zum Umstieg von kunststoffbasierten Tiefzieheinlagen eignen sich diese alternativen Einlagematerialien bestens. Fragen Sie uns einfach nach unseren Möglichkeiten!

Alternative Verpackungen anfragen

Sie haben die für Sie passende Verpackungsalternative gefunden oder benötigen Hilfe beim Umstieg?

Dann fragen Sie uns nach unseren Alternativen! Unsere Verpackungsberater helfen Ihnen gerne weiter.

Jetzt Verpackungsalternativen anfragen!

Grenzen alternativer Verpackungen

Neben den bisher genannten beobachten wir jedoch auch die Entwicklungen um andere, alternative Verpackungen wie beispielsweise Einlagenmaterial, das aus Pilzmyzel gezüchtet wird. Jedoch erscheint uns der Einsatz einiger dieser Materialien bisher nicht industriell relevant, da zeitlicher Aufwand und Einsatz der Materialien für industrielle Fertigungen großer und mittlerer Auflagen schlicht viel zu hoch sind. Des Weiteren ist zu beachten, dass sich einige der alternativen Verpackungsmaterialien selbstverständlich nicht zum Verpacken jedes Produkts eignen: Die Verpackung sollte grundsätzlich den Anforderungen des Produkts und des Markts entsprechen.


Ein Statement im Sinne des Umweltschutzes mittels der Produktverpackung können Sie lediglich setzen, wenn es auch zu Ihren Produkten und dem Image Ihres Unternehmens passt. Als wichtigen Punkt dessen sehen wir die erfolgreiche Kommunikation mit Ihren Kunden.


Lassen Sie sie wissen, weshalb Ihrem Unternehmen die Verpackung wichtig ist und weshalb Sie sich für Ihre Verpackungslösung entschieden haben. So signalisieren Sie dem Verbraucher, welchen Stellenwert Themen wie Zukunftsplanung und Prinzipientreue in Ihrem Unternehmen haben. Der Anstoß dieser Kommunikation kann auch über die Verpackung selbst Anklang finden, wie wir im folgenden Kapitel zeigen.

Nachhaltiges Verpackungsdesign & Kommunikation von Werten

Die Nachhaltigkeit einer Marke fängt weder bei der Verpackung an, noch endet sie dort. Jedoch ist die Verpackung ein essenzielles Werkzeug, um die Nachhaltigkeit der Marke zu kommunizieren. Die Nachhaltigkeit einer Verpackung beginnt unterdessen bereits bei der Gestaltung: dem Verpackungsdesign. Nachhaltiges Design geht jedoch weit über das bloße Einsparen von Material hinaus: Das Design der Verpackung ist der erste Kommunikationspunkt zwischen Ihren Produkten und Ihren potenziellen Kunden. Wichtige Unternehmenswerte sollten also auch direkt an diesem Touch-Point kommuniziert werden.

Signale im Verpackungsdesign

So ist es möglich, wichtige Werte Ihrer Marke bereits am Point of Sale mittels der Verpackung zu signalisieren. In der praktischen Gestaltung sind dies etwa natürliche Farben wie Braun, Grün, Weiß oder Beige. Auch die Verwendung von natürlichen Fasern wie Holz oder Karton und Materialien wie Baumwolle oder Leinen vermitteln potenziellen Kunden umweltfreundliche Signale. Die Abbildung zeigt eine umweltfreundliche Uhrenverpackung, deren Korpus aus Holz besteht, welches mit einem Papier in Holzstruktur überzogen wurde. Im Inneren ermöglicht ein Baumwollkissen in Leinenstruktur die elegante Befestigung der Uhr.

Ist der erste Kontaktpunkt geschaffen, hilft darüber hinaus die direkte Kommunikation in Form von Druck und Text Nähe zum Verbraucher zu schaffen. Verwenden Sie also eine wirklich umweltfreundliche, möglicherweise recycelte Verpackung, dann scheuen Sie sich nicht, darauf auch hinzuweisen!

 

 

In Punkto Kommunikation von Werten erhalten zudem auch interaktive Elemente zunehmend Einzug in die Welt des Verpackungsdesigns. Der Einsatz von QR-Codes bietet etwa spielerisch die Gelegenheit, weiterführende Informationen über die Herkunft und einen möglichen Zweitnutzen der Verpackung zu liefern.


Spontane Kaufentscheidungen über Produkte werden auch anhand der Attraktivität der Verpackung gefällt. Wenn man bedenkt, dass gerade der sparsame Umgang mit Ressourcen und Umweltbewusstsein bedeutende Kriterien beim Kauf von Produkten der wichtigsten Zielgruppe sind, erklärt sich welche Bedeutung einer nachhaltig gestalteten Verpackung heute zugetragen wird.


Eine klare Kommunikation im Design ist jedenfalls die Voraussetzung: Die Kunden wollen nicht überladen werden. Sie erwarten prägnante Informationen auf einer ansehnlichen Verpackung. Ein positives Beispiel der Umsetzung von nachhaltigem Verpackungsdesign liefert die Seedbom, die übrigens auch aus dem oben behandelten, komplett kompostierbaren Alternativ-Material Paper Pulp gefertigt wird. So erhält der Begriff Wegwerfverpackung eine ganz andere Bedeutung.

Die Vorteile: Markentreue & Wiederkäufe

Doch welche Vorteile bringt ein durchdachtes, nachhaltiges Verpackungsdesign mit sich? Ein nachhaltiges Design Ihrer Verpackung kann dazu beitragen, die Wiederkaufraten Ihrer Produkte und die Markentreue zu steigern. Die Verpackung muss dabei allerdings auch dem Image Ihres Unternehmens entsprechen.

Und nicht nur die Steigerung der Wiederkaufraten trägt zu einer Amortisierung der Mehrkosten bei, welche möglicherweise durch die Umstellung der Verpackung entstanden sind. Denn laut der PWC-Studie Verpackungen im Fokus seien Kunden der Zielgruppe, die bereit sind, für nachhaltige Verpackungen mehr zu bezahlen, zu einem Aufpreis von 16 % bereit.

Die Kehrseite: Greenwashing

Der Wunsch in nachhaltigem Design zu produzieren führte in jüngster Vergangenheit jedoch auch zu falschen Entwicklungen. Denn daraus entstanden häufig Verpackungen, die nach außen einen umweltfreundlichen Anschein erwecken sollten, innen jedoch aufgrund der Anforderungen mit Polymerbarrieren beschichtet waren. Diese Verbundstoffe sind aber in Wahrheit ganz und gar nicht nachhaltiger als reine Kunststoffverpackungen: Denn sie sind anschließend überhaupt nicht recycelbar. Der Aufwand das Papier vom Plastik zu trennen ist schlichtweg nicht wirtschaftlich. Demnach ist es auch falsch, grundsätzlich davon auszugehen „plastikfreie“ Verpackungen seien umweltfreundlicher als Kunststoffverpackungen.

Sinnvoller Zweitnutzen

Wirklich hochwertige Verpackungen hingegen können zu schön oder praktisch sein, um weg geworfen zu werden und erhalten somit einen Zweitnutzen in privaten Haushalten. Optisch ansprechende Einmachgläser oder Seifenspender aus Glas finden Einzug in das Inventar und werden nach dem ersten Nutzen erneut gefüllt und mehrfach wiederverwendet. Oft spielt hierbei neben dem praktischen Nutzen eben auch gerade die besondere Wertigkeit und Gestaltung eine Rolle. Ein Phänomen, das auch auf Werbeplakate von Filmen, Vintage-Schilder oder Neonreklamen zutrifft. Das Design der Verpackung kann demnach den USP Ihres Unternehmens ausmachen. Doch neben den erläuterten Merkmalen, die Verbrauchern Signale vermitteln, gibt es auch Labels, die Verpackungen kennzeichnen und Verbrauchern somit die Orientierung erleichtern sollen.

Siegel, Umweltzeichen & Labels für Verpackungen

Labels und Umweltzeichen existieren heute in den verschiedensten Bereichen und verfolgen dabei die unterschiedlichsten Ziele. Die Datenbank Label Online verzeichnet aktuell rund 700 der nützlichen Abzeichen, welche dem Anbieter eine visuelle Kommunikation mit dem Verbraucher ermöglichen. Dem Verbraucher sollen die Logos dabei helfen, bewusst nachhaltige (Kauf-) Entscheidungen zu treffen, ohne dabei selbst große Vorkenntnisse über das Produkt erworben zu haben. Gerade etwa im Lebensmittelbereich ist die Verwendung von Siegeln heute ein gängiges Medium zur Vermittlung von Werten - Und in der Verpackungsbranche existieren heute Labels, die dem Verbraucher Aufschluss über die Herkunft von Verpackungen oder der darin verarbeiteten Materialien liefern. Hier finden Sie die Labels, die uns für Verpackungen als relevant und hilfreich erscheinen:

FSC® – Forest Stewardship Council

Der FSC® ist eine NGO (Nichtregierungsorganisation), die sich den Schutz der Wälder zur Aufgabe gemacht hat. Mitglieder der Organisation sind sowohl Einzelpersonen und Verbände als auch Vertreter verschiedener Interessengruppen. Zentrales Anliegen des FSC® ist eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung im Entsprechen lokaler Interessen zu gewährleisten. Heute ist der FSC® in über 80 Ländern weltweit vertreten und somit international aktiv. FSC®-zertifizierte Produkte sind - neben Holz - auch gerade Produkte aus Holz oder Holzfasern, also auch Papier oder Karton. Für verarbeitende Betriebe in der Papier- und Verpackungsindustrie bedeutet eine entsprechende FSC®-Zertifizierung die vollständige Produktkettenzertifizierung: vom Wald bis zum Endkunden.

Prinzipien: Neben den Rechten indigener Völker und der Sicherstellung von Biodiversität, zählen etwa auch ökonomische Effizienz und Produktvielfalt zu den Prinzipien des FSC®. Erreicht werden diese Ziele durch Setzen und Überprüfen einheitlicher Standards, die sowohl soziale, ökonomische als auch ökologische Bedürfnisse sicherstellen. Für Verbraucher garantiert der Kauf FSC®-zertifizierter Produkte oder Verpackungen einen positiven Umgang mit den globalen Waldressourcen.

FSC® bei LESER: Wir bei der Firma LESER haben uns für eine Zertifizierung unserer Produktkette entschieden, um eine Produktion nach den internationalen FSC®-Standards zu gewährleisten und unseren Ansprüchen an uns selbst gerecht zu werden. Das FSC®-Siegel existiert unterdessen in verschiedenen Ausführungen und Abstufungen. In unserem Fall befindet sich auf unseren zertifizierten Verpackungen das „FSC Mix“-Siegel, welches gewährleistet, dass mindestens 70 Prozent der Fasern von Holz- oder Papierprodukten aus FSC®-Holz und /oder Altpapier stammen. Fragen Sie uns gerne nach unseren FSC®-zertifizierten Verpackungen!

Blauer Engel Papier

Das Umweltzeichen Blauer Engel ist ein Siegel zur Auszeichnung für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen, das vom Bundesumweltministerium verwaltet und vergeben wird. Anbieter können nach der Verleihung des Zeichens Ihre Produkte auf freiwilliger Basis damit kennzeichnen und dem Verbraucher damit besonders nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Produkten bieten.

Für Verpackungen ist hier insbesondere das Siegel Blauer Engel Papier von Bedeutung. Das Logo kennzeichnet ausschließlich Papier, welches zu 100 % aus Altpapier besteht und demnach aus Recycling stammt. Dadurch können wertvolle Ressourcen gespart und die Belastung der Umwelt reduziert werden. Der Blaue Engel steht jedoch nicht für die vollkommene Unbedenklichkeit eines Produkts und zeichnet lediglich Eigenschaften aus, die dazu beitragen Marktstandards im Sinne der Umwelt anzuheben.

PEFC – nachhaltige Waldbewirtschaftung

Der PEFC steht für Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes und setzt sich demzufolge für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ein. Ähnlich der Leitlinien des FSC®, gehören auch hier ökologische, ökonomische & soziale Kriterien zu den Prinzipien der Zertifizierungsorganisation. Der PEFC agiert international, ist in 49 Ländern tätig und nach eigenen Angaben der größte Verband seiner Art. Weltweit sind heute etwa 258 Millionen Hektar Wald nach PEFC zertifiziert. Neben forstlichen, nationalen Zertifizierungssystemen sind auch der Forsthandel, die Forstwirtschaft und weitere NGOs im PEFC vertreten.

Produktkettenzertifizierung: Auch das PEFC-System vergibt sein Siegel für verarbeitende Betriebe in der Holzindustrie und überwacht dabei den Holzfluss vom Wald zum Verbraucher. Für Verpackungen und weitere Holzprodukte mit dem PEFC-Label bedeutet das, dass sie nachweislich aus positiver Forstwirtschaft stammen.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle weiterhin, dass die meisten Labels keine vollumfängliche Unbedenklichkeit von Produkten oder deren Verpackungen bescheinigen. Sie bieten Verbrauchern lediglich eine hilfreiche Orientierung und lenken auf umweltfreundliche Alternativen. Herstellern öffnen die einheitlichen Zertifizierungen überdies die Möglichkeit, die Umweltverträglichkeit ihrer Verpackungen zu optimieren. Daher erscheint uns insbesondere auch die Zertifizierung nach größeren, bekannten Siegeln als sinnvoll. Denn diese werden von unabhängigen Institutionen vergeben und strengen Kontrollmechanismen unterzogen. In der Verbraucherwahrnehmung werden die Logos möglicherweise universal mit Umweltschutz gleichgestellt, auch wenn die Organisationen und Logos nicht generell nachhaltige Verpackungen darstellen. So können beispielsweise lediglich bestimmte Materialien einer Verpackung mit einem Siegel und der damit verbundenen Zertifizierung ausgezeichnet sein. Grundsätzlich liefern die Labels Verbrauchern also einen guten Überblick, geben aber nur begrenzten Aufschluss über die absolute Umweltverträglichkeit einer Verpackung.

Produktionsstandort & Logistik

Doch neben den verwendeten Materialien und einem entsprechenden, nachhaltigen Verpackungsdesign gibt es weitere Anregungen, um Ihre Verpackung möglichst nachhaltig zu gestalten. Hier fallen insbesondere auch übergeordnete Prozesse ins Gewicht, die sich längerfristig & anhaltend auf die Umweltverträglichkeit der Verpackung auswirken, wie Bemühungen am Produktionsstandort und in der Logistik. In der Regel sind dies einfache Prozesse und Abläufe, die seit Jahren bestehen und heute hinterfragt werden können:

  • Können diese möglicherweise modernisiert oder digitalisiert werden?
  • Kann an entscheidenden Stellen Energie eingespart werden?
  • Gibt es moderne und umweltfreundliche Alternativen?

Optimierungsmaßnahmen in der Logistik

Versandkartons: Ob intern oder extern: Versandkartons werden heute praktisch in jedem Unternehmen an verschiedenen Punkten eingesetzt. Heute gibt es die Möglichkeit, diese in umweltfreundlicher Variante aus recycelter Wellpappe oder Grasfasern zu beziehen. Der Einsatz von Sekundärrohstoffen beginnt damit bereits im Unternehmen selbst. Die Versandkartons können für interne Prozesse anschließend mit ökologischem Nassklebeband verschlossen werden oder - je nach Anwendung - dank der Verschlussklappe ganz ohne Kleber verschlossen und anschließend wiederverwendet werden. Die Belastung der Umwelt wird durch den Einsatz umweltfreundlicher Versandschachteln somit auf ein Minimum reduziert.

Folien: Kann bei Transporten auf den Einsatz von Plastikfolien oder Schrumpffolien verzichtet werden? Je nach Art der Produkte ist es sinnvoll die Ladung auf Paletten mit anderen, umweltschonenderen Lösungen oder Materialien vorzunehmen, die wiederverwendbar oder recycelbar sind.

Papierversandtaschen für Lieferscheine und Rechnungen: Auch die berühmte, rote Kunststoff-Versandtasche für Lieferscheine ist heute nicht mehr überall zu finden. Denn moderne Sleeves aus Papier halten Einzug in die Versandlogistik vieler Unternehmen. Sie existieren in verschiedenen Ausführungen, sind chlorfrei gebleicht und entsprechen den FSC®- und PEFC-Standards. Darüber hinaus sind sie zu 100 % recycelbar. Der große Vorteil: Dank der Papierbasis können die Versandtaschen auf dem Karton verklebt gemeinsam mit diesem entsorgt werden. Herkömmliche Liefertaschen müssen hingegen zuerst vom Karton entfernt werden, um anschließend korrekt entsorgt zu werden. Der Haupteffekt der modernen Versandtaschen liegt allerdings in der starken Signalwirkung: Öko!

Auswahl weiterer Versand- und Sicherungsmaterialien: Grundsätzlich gibt es für viele alltägliche Materialien in Betrieben heute sinnvolle, umweltverträgliche Alternativen. Die verwendeten Hilfsmaterialien zum Transport: Tüten oder Umreifungsbänder, können heute aus beständigen und recycelbaren Rohstoffen gefertigt werden. Unternehmen haben somit die Chance, bereits an diesem Punkt eine respektvolle Haltung gegenüber der Umwelt zu beweisen. Erkundigen Sie sich einfach bei Ihren Lieferanten!

 

 

Standortnähe der Lieferanten

Neben anderweitigen Kriterien, wie Preisen und der Liefertreue, erfolgt die Wahl der Lieferanten mittlerweile auch vorwiegend an der Standortnähe. Denn was Verbrauchern heute beim Konsum von Lebensmitteln zunehmend ins Bewusstsein rückt, ist auch im Unternehmensumfeld zu bedenken: Lokale Produkte bedeuten kurze Transportwege und somit geringere Emissionen als etwa Produkte aus dem Fernen Osten. Der Slogan made in Germany ist daher aktueller denn je. Neben der hohen Qualität der Waren steht er heute jedoch auch gerade für einen begrenzten CO2-Ausstoß. Die Zusammenarbeit mit Erzeugern in unmittelbarer Umgebung unterstützt demnach nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern trägt auch zur eigenen Unternehmensnachhaltigkeit bei. Ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur grünen Verpackung, der durch den Einsatz von E-Fahrzeugen zusätzlich unterstützt werden kann. Darüber hinaus bietet die standortnahe Wahl der Lieferanten weitere pragmatische Nutzen: kurze Lieferzeiten & Flexibilität.

CO2-neutrale Verpackungen

Trotz all der positiven Bemühungen, die Unternehmen heute intern umsetzen, um Versandprozesse und Verpackungslösungen nachhaltiger zu gestalten, bleibt dennoch die Belastung der Umwelt für nachfolgende Generationen. Denn Produktion und Transport von Verpackungen gehen mit einem erheblichen CO2-Ausstoß einher, welcher anhand verschiedener Maßnahmen reduziert und kompensiert werden kann. Grundsätzlich unterscheiden wir hierbei zwischen dem Erwerb von Zertifikaten und der proaktiven Beteiligung an Klimaprojekten.

Klimazertifikate werden an einem Markt gehandelt und können von Unternehmen zu entsprechenden Kurspreisen erworben werden. Der Markt wird von einer Behörde der Vereinten Nationen reguliert und dient als Instrument zur Kontrolle der globalen CO2-Emissionen, dessen Ziel darüber hinaus die Kompensation dieser Emissionen ist. Man kennt das Prinzip etwa von Flugbuchungen: Ein Aufpreis kann zu Zwecken der Emissionsreduktion entrichtet werden. Der große Vorteil von Klimazertifikaten: CO2 wird nicht regional, sondern global eingespart. Daher können die dahinter steckenden Projekte auch in ganz anderen Teilen der Welt umgesetzt werden, wodurch möglicherweise zusätzlich die hiesige Wirtschaft unterstützt wird. Es werden etwa alternative Energien gefördert, statt weitere Kohle- oder Kernkraftwerke zu bauen: Und der Erwerb von Zertifikaten unterstützt diese Projekte. Der Ausgleich von CO2-Emissionen mittels Umweltzertifikaten kann demnach als indirekter Ausgleich betrachtet werden.

Doch neben dem Erwerb von Klimazertifikaten gibt es gerade auch für Verpackungshersteller heute die Möglichkeit zur aktiven Kompensation von CO2-Emissionen. Dienstleister ermöglichen es Unternehmen etwa, konkrete Klimaschutzprojekte - wie die Wasseraufbereitung in Indien oder die Wiederaufforstung des Regenwaldes - zu finden und sich aktiv an diesen zu beteiligen. Diese verfolgen das Ziel, den beim Herstellen einer Verpackung generierten CO2-Ausstoß mithilfe anderweitiger Bemühungen zu kompensieren oder einzudämmen. Wichtig hierbei: Die Unterstützung der Klimaprojekte muss nicht ausschließlich in finanzieller Form erfolgen. Firmen bietet sich somit eine Gelegenheit, ihren ökologischen Fußabdruck auszugleichen und gleichermaßen etwas für das eigene Gewissen zu tun.

Wie bemüht sich LESER um eine nachhaltige Produktion?

In der Praxis gibt es viele Prozesse und Anwendungen, die im eigenen Unternehmen umweltschonender gestaltet werden können. Hierbei muss es sich vorerst nicht direkt um radikale Veränderungen und neue Technologien handeln. Denn es gibt auch einfache Neuerungen auf dem Weg zur umweltgerechten Produktion. Nachfolgend finden Sie einige Umweltinitiativen, die wir bei der Firma LESER bereits umgesetzt haben:

  • Zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001
  • FSC®-Zertifizierung zur Nutzung von Holz und Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Produktion mit dem Einsatz von 50% Ökostrom
  • Einsatz von Recyclingpapier in der eigenen Produktion & Versandlogistik
  • Lieferanten in unmittelbarer Nähe zum Produktionsstandort
  • Verpackungsproduktion zu Teilen in Deutschland
  • Teilweise Nutzung der Abwärme von Maschinen zu Heizzwecken
  • Gebrauch von Regenwasser zur Toilettenspülung
  • Einsatz von Lichtbändern in den Produktionshallen zur effizienten Nutzung von Tageslicht
  • Rechnungs- & Lieferscheinversand unter Verwendung von Papiersleeves
  • Digitalisierung: automatischer Rechnungsversand auf Wunsch auch per Email
  • Vermeidung von unnötigen Plastikummantelungen
  • Verbot von Plastikbechern mit der Substitution durch Mehrweg-Keramikbecher
  • Mitarbeitersensibilisierung zum Thema Nachhaltigkeit
  • E-Bike-Leasing-Programm

 

Einen ausführlichen Überblick über einige der genannten Punkte finden Sie auf unserer Seite:

Nachhaltigkeit

Abfallhierarchie: Stoffkreislauf & Lebenszyklus

Wie eingangs bereits erwähnt, müssen Verpackungen zur Beurteilung ihrer Umweltverträglichkeit heute einer ganzheitlichen Betrachtung unterzogen werden. Dabei spielen alle Stationen des Lebenszyklus eine Rolle. Um eine möglichst nachhaltige Wahl treffen zu können, ist es daher bereits im Vorfeld ratsam, sich über diese verschiedenen Punkte im Leben einer Verpackung Gedanken zu machen. Zur sinnvollen Orientierung kann hier die Abfallhierarchie dienen, welche 2008 von den EU-Staaten in der Abfallrichtlinie definiert wurde und deren oberstes Ziel es ist, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen.

Die Abfallhierarchie definiert in 5 Stufen, wie der Einsatz von Ressourcen zu bewerten ist und ordnet diese Stufen nach Prioritäten. Im Allgemeinen liest man die Darstellung wie folgt: Die Vermeidung von Abfällen ist positiver zu bewerten, als dessen Beseitigung. Die Mengenverhältnisse nehmen daher im Optimum mit den fortschreitenden Stufen ab.

Vermeidung: Höchste Stufe und demnach die oberste Priorität der Abfallhierarchie ist es, potenziellen Abfall zu vermeiden und somit gar nicht erst entstehen zu lassen. Wurden etwa Materialien verarbeitet, die bei der Verpackung Ihrer Produkte nicht zwingend notwendig sind? Dann kann auf den Einsatz dieser Materialien eventuell verzichtet werden. Ist dies jedoch keine Option, sollten die verarbeiteten Materialien auf ein Minimum reduziert werden. Denn weniger Verpackung (im Sinne von weniger Material) bedeutet ökonomische Vorteile: nicht nur bei den Materialkosten selbst, sondern auch beim Transport und der Entsorgung. Obendrein können auch überflüssige CO2-Emissionen eingespart werden. Auch der Einsatz von Einheitsverpackungen und die damit einhergehende Verwendung von Füllmaterial ist ein wichtiger Punkt, der an dieser Stelle überdacht werden sollte.


Genau aufgrund einer Einsparung der Emissionen und Kosten beim Transport, haben sich viele Marken bei der Verpackung auf eine Einsparung des Materials konzentriert, was in deutlich leichteren Verpackungen gegenüber denen von vor 10 Jahren resultierte. Allerdings geht damit auch ein Paradox einher, denn leichtere Verpackungsteile werden aufgrund des geringeren wirtschaftlichen Anreizes seltener recycelt als schwerere.


Wiederverwendung: Ist die Vermeidung oder Verminderung der eingesetzten Ressourcen keine Option bei der Optimierung Ihrer Verpackung, so ist die Wiederverwendung jener der nächste logische Schritt, um einer Entsorgung vorzubeugen. Die EU-Abfallrichtlinie definiert den Punkt als „Wiederverwendung der Erzeugnisse oder Bestandteile zum selben Zweck, für den sie ursprünglich bestimmt waren“. Bekanntestes Beispiel im Bereich der Verpackungen: das Pfandsystem der deutschen Normbrunnenflasche. Sie wurde im Jahr 1969 zum Verkauf von Mineralwasser & Limonaden entwickelt und ist seither unverändert als Mehrwegverpackung am Markt. Durchschnittlich durchlaufen die Flaschen 50-fachen Gebrauch, bevor sie aussortiert und recycelt werden. Ihren konkurrierenden Einwegverpackungen - wie Plastikflaschen und Getränkekartons – sind sie daher in puncto Umweltverträglichkeit weitaus überlegen. Denn diese gelangen bereits nach einmaligem Gebrauch in den Recycling-Kreislauf.


Jedoch bergen Mehrweg-Glasflaschen auch große Nachteile: Durch das hohe Gewicht entstehen hohe Transportemissionen. Als umweltschonendste Verpackung im Getränkebereich stellen sich nach einer ganzheitlichen Betrachtung Plastikflaschen heraus, die mehrfach befüllt werden. Optimal sind beispielsweise Systeme, die wiederbefüllt werden und von regionalen Anbietern stammen, denn kurze Transportwege bedeuten geringere Emissionen.


Doch wo können wiederverwendbare Verpackungssysteme darüber hinaus eingesetzt werden? Auch Online-Modehäusern ist es beispielsweise möglich, Versandverpackungen mittels Wiederverschlussstreifen nachhaltig zu gestalten und demnach mehrfach zu verwenden. Für Retouren entfällt somit das Material für erneutes Verpacken.

Auch als Verbraucher können Sie durch erneutes Verwenden von Produkten den Lebenszyklus dieser erheblich verlängern. Reparieren Sie Geräte, statt diese zu entsorgen - oder geben Sie gebrauchte Kleidung zu erneutem Gebrauch ab!

Recycling: Kommt auch die Wiederverwendung Ihrer Verpackung aufgrund der Anforderungen nicht in Frage, so ist stoffliches Recycling der Rohmaterialien die nächstbeste Wahl. Denn so landen die aus der Verpackung entstandenen Rückstände nicht auf der Deponie. Unter Recycling wird in der EU-Abfallrichtlinie die stoffliche Aufbereitung oder Verwertung zum ursprünglichen oder zu anderen Zwecken verstanden. Im Gegensatz zur vorherigen Stufe der Wiederverwendung ist daher eine zweckmäßige Gebundenheit zum ursprünglichen Einsatzzweck nicht erforderlich. Neben einem reduzierten Einsatz von Ressourcen und einem erneuten Nutzen von Verpackungen kann mittels Recycling am meisten Energie eingespart werden. Bis zu dieser Stufe der Abfallhierarchie funktionieren Verpackungen folglich in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft.

Verwertung: Sind Wiederverwendung oder Recycling von Verpackungsbestandteilen nicht möglich, kann möglicherweise zumindest ein Teil der Ressourcen durch Kompostierung oder Erzeugung von Biogas zurückgewonnen werden. Im Grunde gilt es auch in dieser Stufe der Abfallhierarchie zu verhindern, dass Verpackungen auf der Deponie landen. Demnach fällt auch die thermische Verwertung unter den Punkt der Rückgewinnung: Denn mittels dieser können Teile der Verpackung in Form von Wärme oder Elektrizität verwertet werden.

Beseitigung: Als schlechteste und endgültige Option gilt eine Deponierung von Verpackungen oder deren Bestandteilen: Denn so endet der Lebenszyklus für die Materialien und ihr Wert geht vorerst gänzlich verloren. Die Bemühungen seitens der Gesetzgebung zeigen jedoch, dass die Abfälle, die auf Deponien landen, in den vergangenen Jahren zurückgegangen sind, während Recycling, thermische Verwertung und Kompostierung deutlich zugenommen haben.

Von linearer Struktur zu funktionierendem Stoffkreislauf

Die Verpackung kann für produzierende Unternehmen der wichtigste Beitrag zur Nachhaltigkeit sein. Für die Optimierung der Verpackung oder die Neuentwicklung dieser bedeutet dies, von einer linearen Struktur aller eingesetzten Ressourcen zu einem funktionierenden Stoffkreislauf zu gelangen. Ziel dabei ist, den Wert von Stoffen und Produkten so lange wie möglich zu erhalten:

  • Vermeidung von Abfall
  • Eliminierung giftiger Chemikalien
  • Nutzung erneuerbarer Energien

 

Verfolgt man die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Rohstoffe jedoch entlang des kompletten Lebenszyklus, wird eines schnell deutlich: Während Kunststoffverpackungen den Konkurrenten aus Papier in vielen Kategorien unterlegen sind (endliche Ressourcen, geringere Recyclingquoten), haben sie gegenüber den Verpackungen aus Karton auch ihre Vorteile (leichteres Gewicht & längere Haltbarkeit). Ausschlaggebend für die Wahl der Rohstoffe und Materialien ist daher auch gerade die Verwendung und Lebensdauer der individuellen Verpackung und Produkte. Denn die Anforderungen an Verpackungen von schnelldrehenden Produkten (FMCG) sind selbstverständlich gänzlich von denen der Verpackungen von langlebigen Produkten wie etwa Uhren & Schmuck zu unterscheiden. Hier ist die Verpackung entscheidender Teil der Waren und wird daher wesentlich seltener einer Verwertung oder Deponierung zugeführt.

Als Verbraucher können auch Sie ganz einfach zur Nachhaltigkeit einer Verpackung beitragen. Trennen Sie Verpackungen in Ihre Einzelteile auf! Bei Lebensmittelverpackungen etwa sollte die Kunststoffabdeckung vom Unterteil getrennt werden – Bei unseren Schmuckschachteln sollten die Einlagen aus den Schachteln entnommen werden. Anschließend können die Verpackungen ohne weitere Bedenken über den Hausmüll entsorgt werden. Sortiermaschinen erkennen die Bestandteile und können diese somit gezielt dem Recycling zuführen. So finden die Materialien ihren Weg zurück in den Stoffkreislauf.

Fazit: Weshalb ist nachhaltiges Verpacken so wichtig?

Wie anfangs erwähnt, sind die Folgen unseres eigenen Handels für nachfolgende Generationen heute einschneidender denn je zuvor. Für Verpackungshersteller und Marken ist es heute gleichermaßen wichtig, Verpackungen in Richtung Umweltverträglichkeit zu optimieren. Auf der einen Seite gehen jüngste Entwicklungen für Produkthersteller zwar mit verschärften, regulativen Maßnahmen in Bezug auf Entwicklung und Produktion derer Produktverpackungen einher. Auf der anderen Seite tun sich für diese jedoch auch eindeutige Chancen auf:

Nachhaltige Erzeugnisse - Neue Märkte - Neuer Zeitgeist

Denn wie sich zeigte, konsumieren die wichtigsten Zielgruppen heute zunehmend bewusst und sind daher auch bereit, für den entsprechenden Mehraufwand und die höheren Materialkosten zu bezahlen. Der Einsatz individueller, nachhaltiger Verpackungen ist daher für große Marken ohnehin als logische Konsequenz der Kundenzentrierung anzusehen. Wie wir nun deutlich aufzeigen konnten, geht moderne Verpackungsoptimierung jedoch weit über die Wahl der Materialien und das Einsparen dieser hinaus. Nachdrückliche Betonung wollen wir dabei dem Punkt „ganzheitliche Betrachtung“ zukommen lassen: Denn der komplette Prozess der Verpackung muss heute nachhaltiger gestaltet werden. Neben den Rohstoffen sind es auch gerade Punkte wie Energieeinsatz, Lebenszyklus und Produktion, die auf die Nachhaltigkeit einer Verpackung einzahlen.

Auch die Verbrauchersicht, welche oft an innovative und moderne Verpackungsmaterialien gekoppelt ist, entspricht möglicherweise nicht immer diesem realistischen, ganzheitlichen Bild der nachhaltigen Verpackung. Teilweise stehen die tatsächliche Nachhaltigkeit einer Verpackung und die öffentliche Wahrnehmung der Verbraucher sogar in diametralem Gegensatz. So führte die grundsätzlich negative Beurteilung von Kunststoffen in der öffentlichen Wahrnehmung in jüngster Vergangenheit leider auch zu negativen Entwicklungen, wie Verpackungen aus Verbundstoffen.

Das große Problem, mit dem unsere Ökosysteme konfrontiert sind, sind Einwegkunststoffe. Mehrwegverpackungen aus Kunststoff hingegen weisen aufgrund der Leichtigkeit und ihrer Schutzfunktion ausgesprochen gute Ökobilanzen auf. Auch aus Verbrauchersicht macht es daher Sinn, seinen Konsum zu hinterfragen und auf Mehrwegbehälter umzusteigen oder auf Einkaufstüten aus Kunststoff zu verzichten.

Dennoch gibt es heute auch sinnvolle Alternativmaterialien, deren Einsatz nach ganzheitlicher Betrachtung Sinn ergibt: Dinge wie Ökoservietten oder Biomülltüten sind heute nicht mehr aus unseren Haushalten wegzudenken. Verpackungen müssen für Hersteller und Verbraucher jedoch noch immer den Schutz der verpackten Produkte gewährleisten, wodurch sich gerade auch im Lebensmittelbereich Herausforderungen ergeben. Denn ohne die richtige Verpackung verderben Lebensmittel schneller, wodurch Lebensmittelabfälle entstehen, welche möglicherweise negativere Auswirkungen haben, als die Verpackung selbst. Klar wird daher: Verpackungen sind sehr produktspezifisch. Die perfekte Verpackung für ein Produkt muss auch unter Berücksichtigung der zu erfüllenden Funktionen entwickelt werden.

Grundsätzlich sollte für Hersteller und Verbraucher jedoch die offene Kommunikation und Aufklärung als zentraler Ansatz im Bereich der nachhaltigen Verpackungen dienen. Schaffen Sie als Marke Transparenz (anstatt von Marketing zu Greenwashing-Zwecken!) und geben Sie Ihren Kunden Einblick in die Wahl Ihrer Verpackung! Dies kann mittels einer entsprechenden Gestaltung auch direkt über die Verpackung geschehen.


Nachhaltige Beratung anfordern

Sie haben Fragen oder ziehen den Wechsel zur umweltfreundlichen Verpackung in Betracht?

Dann sprechen Sie uns einfach an! Für individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Seite.

Jetzt umweltfreundlich verpacken!

Oder zu unseren nachhaltigen Verpackungen auf Lager: GreenPack!

Startup-Paket

Zu den Verpackungen in Kleinmengen!

Kleinmengen jetzt entdecken!

Verpackungs-Ratgeber

Entdecken Sie weitere Ratgeber!

Zum Verpackungsratgeber!